Schulden Europa

Debt Europe

Im Euroraum ist jeder Staat für seine eigenen Schulden verantwortlich. In Europa befindet sich ein Berg von geheimen Schulden. Nach wie vor sind die Länder Europas hoch verschuldet. Anfragen an Europa in Dingolfing mit MdEP Markus Ferber. Die Veränderung der Theorie der öffentlichen Verschuldung und der öffentlichen Verschuldung in Europa PDF-Logo.

Tatsachenmaterial

Der öffentliche Schuldenstand in der EU-27 sank zwischen 1996 und 2007 von 69,9 auf 57,6 Prozentpunkte des BSP. Zwischen 2008 und 2010 führte die globale Finanz- und Wirtschaftskrisen dazu, dass die Verschuldung in allen EU-Ländern anstieg. Die Verschuldung in der EU-28 stieg in diesem Zeitraum von 60,8 auf 78,9 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts und bis 2014 auf 86,5 Prozentpunkte.

Von 2014 bis 2017 ging die Verschuldung der EU drei Mal in Folge zurück, wobei 22 Mitgliedsstaaten einen Rückgang ihrer Schuldenquote und fünf einen leichten Anstieg verzeichneten. Allerdings ist die Verschuldungskrise in Europa noch nicht überwunden. Im Jahr 2017 war die öffentliche Verschuldung auf nationaler Ebene in Griechenland (178,6 Prozentpunkte des BIP), Italien (131,8 Prozentpunkte), Portugal (125,7 Prozentpunkte), Belgien (103,1 Prozentpunkte) und Spanien (98,3 Prozentpunkte) besonders hoch.

Gemäß 126 des Vertrages über die Arbeitsweise und das Funktionieren der Europ ischen Gemeinschaft (AEUV) verhindern die EU-Mitgliedstaaten überh agige staatliche Verluste. Auf diese Weise prüft die EK die Entwicklung der Haushaltssituation und der Staatsverschuldung. Zum einen darf das Jahreshöchstdefizit 3 Prozentpunkte des Bruttoinlandsproduktes (BIP) nicht überschreiten.

Zum anderen darf die Gesamtverschuldung 60 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts nicht überschreiten. Beispielsweise kann der Staatsschuldenstand mehr als 60 % des Bruttoinlandsprodukts ausmachen, wenn er ausreichend zurückgeht und sich dem Bezugswert in einem zufriedenstellenden Tempo annähert. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt sank die Staatsverschuldung der EU-27 von 69,9 Prozentpunkten im Jahr 1996 auf 57,6 Prozentpunkte im Jahr 2007. Nachdem der Verschuldungsgrad von 2007 auf 2008 auf 60,9 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts leicht gestiegen war, ist der korrespondierende Verschuldungswert - vor allem aufgrund der globalen Finanz- und Wirtschaftskrisensituation - im Jahr 2009 auf 73,5 Prozentpunkte bzw. 79,0 Prozentpunkte im Jahr 2010 angestiegen. In den folgenden Jahren hat sich die verschuldungskritische Entwicklung in Europa weiter verstärkt:

Von 2010 bis 2014 stieg der Verschuldungsgrad der EU-28 um das Vierfache in Folge von 78, neun auf 86,5 Prozentpunkte des BSP. Seither ist sie jedoch um das Dreifache auf 81,6 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2017 (12.505 Mrd. Euro) zurückgegangen. Im Jahr 2017 betrug der Verschuldungsgrad in den 19 Staaten der Eurozone 86,7 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts (9.686 Mrd. Euro).

Die Staatsverschuldung Griechenlands betrug 2017 178,6 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts - mit einem noch höheren Verschuldungswert ohne Mittelwert im Jahr 2012 (von 2011 bis 2012 sank der Verschuldungsgrad von 172,1 auf 159,6 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts oder um rund 51 Milliarden Euro). An zweiter Stelle lagen 2017 Italien (131,8 Prozentpunkte des BIP), Portugal (125,7 Prozentpunkte), Belgien (103,1 Prozentpunkte) und Spanien (98,3 Prozentpunkte).

Der Verschuldungsgrad in Deutschland betrug 64,1 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts (2.093 Milliarden Euro). Im Jahr 2017 betrug der Verschuldungsgrad in Estland nur 9,0 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts - das ist bei weitem das geringste von allen EU-Ländern. Es folgen Luxemburg (23,0 Prozent), Bulgarien (25,4 Prozent), die Tschechische Republik (34,6 Prozent), Rumänien (35,0 Prozent) und Dänemark (36,4 Prozent).

Der Verschuldungsgrad in Litauen, Lettland und Schweden bewegte sich zwischen 39,7 und 40,6 Prozentpunkten des Bruttoinlandsprodukts und liegt damit deutlich unter dem 60-prozentigen Richtwert. Die Verschuldung in Polen, Malta, der Slowakei und den Niederlanden bewegte sich 2017 zwischen 50,6 und 56,7 Prozentpunkten des entsprechenden BSP. Insbesondere die weltweite Wirtschafts- und Finanzmarktkrise 2008/2009 hat nach dem Schuldenabbau zwischen 1996 und 2007 zu einem Anstieg des Schuldenstands in allen EU-Ländern zwischen 2008 und 2010 geführt.

In der EU-28 insgesamt ist die Verschuldung im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt in nur zwei Jahren um 29,8 Prozentpunkte gestiegen. In Lettland (plus 157,1 Prozent), Litauen (plus 147,9 Prozent), Rumänien (plus 139,5 Prozent) und Irland (plus 103,1 Prozent) hat sich der Verschuldungsgrad mehr als verdreifacht. Bei den slowenischen Unternehmen wuchs sie um 76,1 vH.

Die Verschuldungsquote in Spanien, dem Vereinigten Königreich, Kroatien und Estland stieg zwischen 2008 und 2010 um etwa die Hälfte. Der Verschuldungsgrad stieg um rund die Hälfte. der Verschuldungsgrad stieg um rund die Hälfte. Der Verschuldungsgrad in Deutschland lag 2008 bei 65,2 Prozentpunkten des Bruttoinlandsprodukts, verglichen mit 80,9 Prozentpunkten im Jahr 2010 - ein Anstieg von 24,1 Prozentpunkten. Zwischen 2010 und 2014 stieg auch der Verschuldungsgrad der EU-28 - mit 9,6 Prozentpunkten über den Gesamtzeitraum, allerdings wesentlich geringer als in den Jahren 2008 bis 2010 (plus 29,8 Prozent).

Nur in fünf EU-Staaten ist der Verschuldungsgrad zwischen 2010 und 2014 gesunken - einschließlich Deutschland (minus 7,7 Prozent). Gemessen am Bruttoinlandsprodukt sank die Schuldenquote in der EU zwischen 2014 und 2017 drei Mal in Folge. Die Schuldenquote in der EU ist um ein Drittel gesunken. In 22 EU-Mitgliedstaaten sank der Verschuldungsgrad - zweistellige Rückgänge in Irland (minus 34,9 Prozent), Malta (minus 20,4 Prozent), der Tschechischen Republik (minus 18 Prozent), Dänemark (minus 17,8 Prozent), den Niederlanden (minus 16,6 Prozent), Estland (minus 15,9 Prozent), Deutschland (minus 14,2 Prozent), Schweden (minus 10,8 Prozent) und Rumänien (minus 10,5 Prozent).

Der Schuldenstand bereitet vor allem dann Schwierigkeiten, wenn die Länder trotz einer hohen Verschuldungsquote weitere Darlehen aufnimmt. Dazu zählen nach Angaben der Dt. Bank "die mögliche Überdrängung von Privatinvestitionen, Unwägbarkeiten und Verwerfungen durch zu erwartende oder tatsächlich eintretende Steuererhöhungen oder deutliche Risikoaufschläge an den Finanzmärkten aufgrund gestiegener Bedenken hinsichtlich der Solvenz des Schuldners".

Außerdem dürften bei hoher Verschuldungsquote die zielgerichteten kreditfinanzierten Massnahmen zur Abwendung besonders schwerer Krisensituationen immer weniger wirksam sein. Darüber hinaus steigt die Konfliktgefahr zwischen Fiskal- und Währungspolitik, was zu erheblichen makroökonomischen Belastungen führt, während andererseits gesunde öffentliche Finanzen eine stabilitätorientierte Währungspolitik ermöglichen" (Deutsche Bundesbank: Monthly Report April 2010).

So beliefen sich die Zinsaufwendungen in Deutschland (Bund, Bundesländer, Kommunen und Kommunalverbände, Sozialversicherung) im Jahr 2017 auf 41,1 Mill. Das entspricht bei angepassten Aufwendungen in Höhe von 1.368 Mrd. EUR 3,0 Prozentpunkten (2010: 5,7 Prozent). Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Großbritannien, Malta, Lettland, Ungarn, Zypern, Großbritannien.

Eurozone (19 Länder): Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien, Irland und Portugal.

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