Inflation und Schulden

Teuerung und Verschuldung

Die Inflation ruiniert ihren Ruf, und da sie riesige Mengen an Staatsanleihen gekauft haben, sind sie als große Gläubiger der Staaten selbst betroffen. Die Inflation und die Verschuldung dämpfen die Stimmung. Abhängig von der Expertenmeinung droht eine enorme Inflation, da dies den Staaten die Möglichkeit geben würde, ihre Schulden (leichter) zurückzuzahlen. Durch die europäische Schulden- und Währungskrise machen sich die Menschen mehr Sorgen um die Zukunft als noch vor drei Monaten. In den USA, Japan und vielen Ländern der Eurozone kämpfen die USA und Japan derzeit mit ihren wachsenden Schuldenbergen.

Die Inflation wird auf verständliche Weise erläutert.

Inflation ist ein kriechender Vorgang. Erstes Beispiel ist die Eiskugel, die früher für wenige Cent erhältlich war und heute oft fast einen Cent ausmacht. Preissteigerungen sind mittelbar eine Konsequenz aus der Tatsache, dass mehr Geldmenge im Kreislauf ist. Inflationsgetrieben gibt es mehr Kapital, so dass die individuelle Währungseinheit damit abgewertet wird.

Je grösser das Angebotsspektrum, umso niedriger der Wert bzw. die Preise. Die Inflation ist umso höher, je höher der Geldbetrag im Kreislauf, d.h. das Warenangebot ist. Jene, die seit Jahren keine Gehaltsanpassungen mehr erleben, und vor allem diejenigen, deren Ersparnisse durch die Inflation "aufgezehrt" werden.

Da sind 1.000 EUR im Umlauf. Noch mehr. Der Brotlaib kostete 1 EUR. Der Mann bekommt 50 EUR, damit er 50 Brotlaibe erstehen kann. Weitere 20 EUR werden von der Notenbank gedruckt und in den Verkehr gebracht: 1020 EUR sind es jetzt. Damit man so viel wie bisher einkaufen kann, erhöhen die Backer den Brotpreis auf 20/1000 +1 = 1,02 E.

Dieser Mann bekommt noch 50 EUR, kann aber jetzt nur noch 49 Brotlaibe erstehen. Wenn hingegen sein Lohn auf 51 EUR angehoben würde, könnte er immer noch 50 Brotlaibe erstehen. Die Inflation bezieht sich auf den Anstieg der Bargeldmenge ( "1020 statt 1000 EUR im Umlauf") und die daraus resultierende Erhöhung des Preisniveaus (1,02 EUR pro Laib statt 1 EUR).

Inflation ist sicherlich vom Staat erwünscht - solange sie nicht zu groß wird. Die Inflation beeinflusst den absoluten Schuldenstand nicht, unabhängig davon, ob die zirkulierende Geldzufuhr deutlich grösser (oder kleiner) wird.

Bei mehr Geldmenge im Kreislauf sind Schulden dementsprechend einfacher zu begleichen, da eine Geldeinheit eine niedrigere Nachfragemacht hat. Die Kreditgeber sind daher gezwungen, monetäre Abwertungen hinzunehmen, so dass dieses Vorgehen als Notmaßnahme angesehen wird, wenn die Verschuldung eines Staates seinen Staatshaushalt zu zerquetschen droht, wie dies beispielsweise in Italien in der zweiten Jahreshälfte des zwanzigsten Jahrhundert der Fall war.

Die Inflationsrate von 1,5 Prozentpunkten (Stand 17.07.) wird in Deutschland derzeit als optimal, d.h. wesentlich niedriger als optimal angesehen. Gegenüber der Inflation, der deflationären Lage, ist eine Straffung der Notenbank. Daraus ergibt sich eine sehr negative Wirtschaftsentwicklung: Bei sinkenden Preisen würden die Menschen so wenig wie möglich für ihre Ausgaben aufwenden.

Dieses Vorgehen ist aus politischer Sicht nicht wünschenswert, so dass die Inflation als das geringere Übel angesehen wird. Inflation verursacht vor allem den Sparern Ärger: Wenn das Kapital nicht profitabel investiert wird, büßt es im Laufe der Zeit durch die Inflation immer mehr an Bedeutung ein. Besonders "klassische" Anlagen sind manchmal problematisch: So werden z. B. Sparkassen so wenig Zinsen gezahlt, dass das dort investierte Kapital seinen Nutzen einbüßt.

Um dies zu verhindern, müsste das Zinsniveau die aktuelle Teuerungsrate von rund 1,5 Prozentpunkten (Stand 17.07.) überschreiten. Du kannst bei der EZB zu sehr günstigen Zinssätzen ausleihen.

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